Mord am Wort – Typographische Sprachbeobachtungen

»Mord am Wort« ist eine humorvolle Persiflage an die deutsche Sprache und ihre typografischen Anwendungen. Dieses Buchprojekt entstand aus Freude am Detail und an Typografie. Es ist ein Beitrag zur Sensibilisierung gegenüber dem Umgang mit Sprache und deren schriftlicher Form.

Die Aufarbeitung »deliktwürdiger Vergehen« entstand aus »typolizeilichen Ermittlungen«. Ausschlaggebend hierfür waren die Art, Reichweite und Häufigkeit der »Wortmorde«. Als »Vergehen« bezeichnen wir die Abweichungen von der Norm, die unsere Sprache lebendig und farbig machen oder aber auch verunstalten können. Es sind sowohl inhaltliche wie formale »Verbrechen« zu finden, die nach ihrer subjektiven »Kriminalitätsschwere«gegliedert sind. Wir wenden uns an die »Schreibtischtäter«, also Gestalter, Journalisten und alle, die mit Buchstaben, Wörtern und Sätzen umgehen. Man kann durchaus behaupten, dass viele Deutsche »sprachlich-typografische Kriminelle« sind. »Mord am Wort« ist kein typografisches Nachschlagewerk, sondern eine Auswahl typografischer Sprachbeobachtungen, das zum Nachdenken, »Erwischt werden« und Diskutieren anregen soll oder einfach nur gelesen werden kann. Das Buchprojekt gliedert sich in vier Kapitel: Minderschwere Kriminalität, Mittelschwere Kriminalität, Schwerkriminalität und Zukunftskriminalität. Typografische Inszenierungen oder Kurzkrimis und Informationen zum jeweiligen Thema stehen auf einer Doppelseite in Korrespondenz zueinander. Die schwarz/weiße Gestaltung von »Mord am Wort« beruht auf der Überlegung, Spannung im Wesentlichen durch Makro- und Mikrotypografie zu erzeugen. Als weiteres Mittel der Reduktion wurden unterschiedliche Schriftarten vermieden.