Oder Text markieren und Enter drücken…

Zeitdehnung (Casio FX1 Exilim)

"Slow Motion" ist in der Regel nur mit teuren Hochgeschwindigkeitskameras zu realisieren. Seit kurzem gibt es an der HfG eine günstigere Alternative den "Visual Content" vom seinem Konzept zu erhöhen. Das Werkzeug nennt sich "Casio FX-1 Excilim".

Zeitdehnung/Slowmotion mit Casio FX1 Exilim

Die analoge Foto/Filmtechnik wurde in diesem Bereich bald abgelöst und durch digitale Bildverfahren ersetzt. Jedoch ist dieses Verfahren denoch ein teueres Unterfangen zwecks hoher Datenmenge und komplexer technischer Voraussetzungen. Mehr Infos unter Wikipedia. Eine Alternative mit etwas geringerer Auflösung und Bildrate bietet die Casio FX1 Exilim. Sie ist im Pro Consumer Bereich angesiedelt und bietet dennoch genug Flexibilität um beispielsweise seine Ideen für sein Projekt zu skizzieren.

Die Bilderwiederholungsrate dieser Kamera beträgt 1200 frames per second (fps) 600fps und 300fps.

  • 1200fps: 336px x 90px 
  • 600fps: 432px  x 196px
  • 300fps: 512px x 384px

Der gewählte Bildausschnitt ist nicht gross, doch reicht er aus um seine Idee für sein Konzept gut zu skizzieren. Technische Spezifikationen siehe Handbuch

Funktion der Kamera

Die Kamera selber hat verschiedene Aufnahmemodi Serienbildaufnahme und Videoaufzeichnung. Zu Anfang ist noch zu erwähnen, das die Bedienung und User Interface nicht optimal ist. Das Handbuch dieser Kamera zeigt Mängel in der vollständigen Erklärung und zusätzlicher Funktionen. Hier ist probieren und Intuition gefragt. 

Beleuchtung und Blende

Viel hilft viel. Je mehr Licht zur Verfügung steht, desto weiter kann man die Blende schließen, d.h. eine höhere Blendenzahl einstellen, und damit die Schärfentiefe verbessern. Ab Blende 8 ist es in Ordnung, aber 5,6 reicht auch schon.

Zu viel Licht gibt es eigentlich nicht - man kann durchaus die glühende Wolframwendel eines 500W Halogenstrahlers oder eine elektrische Entladung aufnehmen. Problematisch ist nur die Helligkeitsdynamik der Kamera (das gilt eigentlich für alle elektronischen Kameras). Die 8 bis 10 Bit bzw. 256 bis 1 024 Helligkeitsstufen (d.h. Grautöne) sollten möglichst gut ausgenutzt werden, auch wenn schon 64 Graustufen einen guten Bildeindruck hinterlassen. Will man die weniger hell erleuchtete Umgebung noch sehen, muss man sie entsprechend ausleuchten.

Übrigens, falls es doch einmal zu hell sein sollte, sorgen Graufilter (neutral density, kurz: ND; dt.: neutral, ohne Farbstich) für Abhilfe. 

Flackern von Licht

Die Profis verwenden zumindest Halogenscheinwerfer in Studioqualität (definierte Farbtemperatur, ...), Kaltlichtquellen (geringer Infrarotanteil), wenn nicht sogar HMI-Leuchten (tageslichtähnliches Spektrum) und Gleichspannungsleuchten, um das Flackern mit der 50Hz Netzfrequenz zu eliminieren. Die HMI Leuchten gibt es im Videobereich (Ilse Beck) Der Hersteller ist Sachtler. Hier gibt es noch kein Erfahrungsbericht. Bei einer Aufnahme mit Licht hauptsächlich von den üblichen Leuchtstoffröhren der Deckenbeleuchtung kann die Helligkeit nämlich deutlich pumpen.Wegen der unterschiedlichen Farbtemperatur der Lichtquellen, z.B. leuchtet die Wolfram-Glühwendel einer Halogenlampe langwelliger oder wärmer (d.h. rötlicher oder gelblicher) als Tageslicht, bieten elektronische Kameras als Ausgleich den sogenannten Weißabgleich (engl.: white balance) an. 

 Zeitdehnung Explosion Luftballon mit 60Hz Flickern von Studiolicht

 


Zeitdehnung Popcorn Maschine mit Dedolights ohne 60Hz Flimmern 


Aber Vorsicht: Ein Halogenstrahler mit einer Nennleistung von 1 000W heizt mit ca. 900W. Das kann reichen um Plastik in weniger als 1m Entfernung innerhalb von kurzer Zeit anzuschmelzen.

viel spass kristijan kolak