VERT

VERT

Auch in Deutschland ist das Artensterben inzwischen ein großes Thema. Die heimische Flora und Fauna ist stetig rückläufig. Grund ist zu einem großen Teil die extensive Landwirtschaft, die mit ihren Monokulturen Nahrungs- und Lebensgrundlagen vieler Organismen zerstört. Seit einiger Zeit lässt sich jedoch eine interessante Entwicklung beobachten. Immer mehr Lebewesen verlassen ihre angestammten Lebensräume und finden neue Nischen in deutschen Großstädten. Diese können mit einer großen Strukturvielfalt aufwarten. Dennoch gilt es diesen Lebewesen adäquaten Lebensraum zu schaffen und die Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Hier setzt das Projekt VERT an, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Artenvielfalt im urbanen Raum zu stärken.

VERT unterteilt sich in drei Ebenen: Zunächst geht es darum, Aufmerksamkeit für die Thematik und das Projekt zu generieren. Die Menschen sollen im Alltag über sowohl analoge als auch digitale Kanäle abgeholt werden. Wichtig ist hierbei, einen positiven Zugang zu schaffen, um die oft mit Artensterben verknüpften negativen Emotionen zu vermeiden.
Im zweiten Schritt bieten eine webbasierte Plattform und ein Magazin Informationen und Lösungen an, um aufzuklären und Veränderung zu schaffen. Im dritten und wichtigsten Teil des Projektes geht es um die Aktivierung der Menschen, die sich gemeinsam im kleinen oder großen Rahmen für die Artenvielfalt stark machen sollen. Dies geschieht durch die Teilnahme an Community Projekten und die Anwendung von Toolboxen. So soll der Gemeinschaftssinn gestärkt werden. Als Zielgruppe für das Projekt wurden Großstadtbürger zwischen 18 und 35 Jahren ausgewählt, da es vor allem darum gehen soll, eine dynamische und junge Gruppe von Menschen anzusprechen. Das Konzept wurde für die Stadt Stuttgart exemplarisch ausgearbeitet, ist aber auch skalierbar und somit in anderen deutschen Städten anwendbar.